Guten Tag liebe Eltern und liebe Lehrpersonen

 Ich war selber kein guter Schüler. Ich musste oft spicken, um gute Noten zu schreiben.

Ich konnte mich schlecht konzentrieren und lenkte mich immer wieder ab. Der Schulstoff interessierte mich kaum. Ich hatte sowieso das Gefühl, dass ich die Dinge nicht verstehe.

Ich war stark in den Grundfertigkeiten. Das hat mir geholfen, auswendig zu lernen.

Mein Klassenlehrer damals lachte mich aus, als ich ihm sagte, dass ich die Aufnahmeprüfung für das Lehrerseminar machen wolle. Nur ein einziger Lehrer glaubte an mich und ermutigte mich: «Ja, mache es, ich sehe dich als Lehrer». Diese kurze Begegnung hat mir unglaublich viel Kraft und Zuversicht gegeben.

Es ist mir heute noch ein Rätsel, wie ich tatsächlich bereits mit 19 Jahren Lehrer werden konnte. 

An der Universität beim Studium der Pädagogik/Pädagogischer Psychologie, Theologie und Sozialanthropologie hat mich dann das Lernen gepackt. Erst jetzt fand ich passende Lernstrategien. Ich entwickelte ein neues Lerngefühl und konnte meine Blockaden von früher beiseiteschieben.

Der Lehrerberuf fiel mir leicht, vielleicht auch deshalb, weil ich jedes Kind ins Herz schliessen konnte. Und auch, weil ich es immer spannend fand, wie ich es schaffen kann, so einfach wie möglich Wissen zu vermitteln. 

Ich war als Primarlehrer tätig, dann als Oberstufenlehrer an der Privatschule REOSCH (reosch.ch).

An der REOSCH entdeckte ich in vielen Einzelgesprächen, wie entscheidend innere Einstellungen oder Überzeugungen beim Lernen sind. Deshalb entschied ich mich für eine Ausbildung zum Mentalcoach der Uni Salzburg (mentalcollege.com).

Auf diesem Weg wuchs bei mir das Bedürfnis, über meine Rolle als Klassen- und Fachlehrer hinaus tätig zu werden. In der  Katholischen Kirche Bern-West (kathbern.ch) durfte ich ein wichtiges Projekt rund um Lerncoaching und Unterstützung von Schulkindern aufbauen.

Wichtige Inspirationen als Lerncoach erhielt ich von den Lernpsychologen Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund aus Zürich, bei denen ich Ausbildungsmodule in Lerncoaching besuchen konnte (weiterbildung-lerncoaching.ch)

Heute unterstütze und begleite ich Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten oder Lernblockaden. Ich habe meinen Traumberuf gefunden.

Das Lerncoaching ist weder eine Hausaufgabenhilfe noch Nachhilfeunterricht, auch wenn entsprechende Elemente in individuelle Beratungen einfliessen können.

Beim Lerncoaching geht es darum herauszufinden, wo genau der "Schuh drückt". Liegt es an der Motivation oder Konzentration? Gibt es fachliche Wissenslücken oder Lücken in den Grundfertigkeiten? Greifen die Lernstrategien zu wenig? Wie ist das Selbstvertrauen? Gibt es Spannungen mit der Lehrperson oder mit den Eltern? Leidet das Kind oder der Jugendliche unter Prüfungsangst? Wie steht es mit der Arbeitsorganisation? 
Es bestehen viele mögliche Hintergründe für eine Lernschwierigkeit. Vielfach hängen mehrere Umstände zusammen. 

Da ich als Kind und Teenager selber entsprechende Schwierigkeiten hatte, kann ich mich gut in die heutigen Jungen und Mädchen einfühlen und dabei ihr schulisches Selbstvertrauen stärken. So bin ich auch zu einer Art Botschafter für diese Generation geworden.

Meine Lerntrainings in Rechnen, Lesen und Schreiben für Primarschulkinder und zum Teil auch für Teenager sollen zudem mithelfen, deren Grundfertigkeiten zu stärken. Dabei entstand die Idee für die Lernavanti-Videos. Dank meiner praktischen Erfahrung und meinem theoretischen Hintergrund konnte ich kurze Filme - in Zusammenarbeit mit Experten (Dr. Gero Tacke und Dr. Armin Born), der ElternLehre Bern (elternlehre.ch) und der Akademie für Lerncoaching Zürich - konzipieren. Sie können von Eltern und Kindern einfach und erfolgreich angewendet werden.

Zudem werde ich weiterhin von der katholischen Kirche finanziell grosszügig unterstützt, Lernvideos zu den Schwerpunkten «Lernstrategien» und «Lernverhalten» zu gestalten. Ich freue mich darauf.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Inspiration mit meinen Inputs und Videosequenzen.

 

Herzlich – Ihr Romeo Pfammatter